Tiergestütze Therapie

Der Kontakt zu Tieren und Natur ist ein Stück Lebensnähe, die unersetzbar und unkopierbar ist. Der Mensch hat viel länger mit Tieren gelebt als ohne. Das Zusammenleben und –wirken mit Tieren und Natur ist eigentlich Normalität. Daher ist es sinnvoll, dies in Erziehungs- und Therapieentwürfen umzusetzen. Man kann Tiere sehr gut zielgerichtet in pädagogischen und therapeutischen Konzepten einsetzen.

So ist die Disziplin „Tiergestützte Therapie und Pädagogik entstanden“.

Tiergestützte Therapie ist immer in einem bestehenden Behandlungskonzept eingebunden, in diesem Fall in der Ergotherapie. Die durch die Begegnung mit dem Tier herbeigeführten Impulse beeinflussen körperliche, seelische, geistige und soziale Kräfte im Menschen.

Tiere können eine Atmosphäre des Vertrauens schaffen, manchmal sind sie "Türöffner" zur Seele des Menschen.

Der Umgang mit Tieren fördert Respekt vor Lebewesen, Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewußtsein, soziale Kompetenzen können erweitert und gefestigt werden.

Schließlich üben Tiere einen hohen Aufforderungscharakter aus, der Umgang und das gemeinsame Tun mit ihnen geschehen in einer selbstverständlichen Verbundenheit, da das Tier nicht als fordernde oder bewertende Instanz erlebt wird. Somit können persönliche Grenzen überwunden und das Selbstvertrauen gestärkt werden.

Siehe auch Text „Biophiliehypothese“.