Tiergestütze Therapie
Der Kontakt zu Tieren und Natur ist ein Stück Lebensnähe, die unersetzbar und unkopierbar ist. Der Mensch hat viel länger mit Tieren gelebt als ohne. Das Zusammenleben und –wirken mit Tieren und Natur ist eigentlich Normalität. Daher ist es sinnvoll, dies in Erziehungs- und Therapieentwürfen umzusetzen. Man kann Tiere sehr gut zielgerichtet in pädagogischen und therapeutischen Konzepten einsetzen.
So ist die Disziplin „Tiergestützte Therapie und Pädagogik entstanden“.
Tiere wirken besonders bei Kindern zunächst als Kommunikationsbrücke und sind zudem ein starker Motivationsfaktor.
Tiergestütze Therapie ist immer in einem bestehenden Behandlungskonzept eingebettet, in diesem Fall ist es die Ergotherapie. Dabei ersetzen Tiere niemals einen Therapeuten, sie können jedoch den therapeutischen Prozess fördern und unterstützen.
Menschen erfahren durch Tiere Belohnung in Form emotionaler Unterstützung. Kinder nennen regelmäßig Tiere, wenn sie gefragt werden, zu wem sie mit ihren Sorgen gehen.
Tiere sind dem Kind ganz einfach nahe. Ohne Bedingungen akzeptiert das Tier das Zusammensein mit dem Kind. Ihm ist es beispielsweise egal, welche Benotung das Kind in der Schule erhalten hat. Zusätzlich steigt die Selbstachtung des Kindes z.B. durch das Versorgen eines Tieres.
Der Umgang mit Tieren fördert Respekt vor Lebewesen, Rücksichtnahme, Einfühlungsvermögen und Verantwortungsgefühl, soziale Kompetenzen können erweitert und gefestigt werden. Tiere helfen Kindern und auch Erwachsenen, die Natur neu zu entdecken und ihre Wahrnehmungsfähigkeiten zu erweitern.
In der heutigen Welt lebt der Mensch mit ungenügender Sinnesanregung und einem Mangel an Bewegung. Dem kann der Einsatz von Tieren entgegenwirken.
Zu allen Zeiten war die Beziehung des Menschen zum Tier eine Anregung seiner eigenen Entwicklung. Wir möchten die natürlichen Entwicklungsmöglichkeiten nutzen, die der Umgang mit Tieren bietet!
Siehe auch Text „Biophiliehypothese“.